Kurze Chronik zum Sportzentrum Kienbaum

um das Jahr 1400

Der Name „Kynbom“ taucht in alten Chroniken auf mit dem Wahrzeichen des Dorfes: der knorrige „Kynbom“

1400 – 1600

Entwicklung zu einem Dörfchen mit 120 Einwohnern, die Ackerbau und Bienenzucht betrieben. Das Dorf wurde 2-mal durch Brände völlig vernichtet und jedes Mal wieder aufgebaut.

zu Beginn des 20 Jh.

Aus der „Liebenberg-Mühle“ entstand eine Sägemühle, deren Betrieb bald wieder eingestellt wurde. Die alten Gebäude wurden dann durch die Dorfarmen bewohnt.

Während der Weltkriege

Nutzung der Räume als Munitionsfabrik zur Herstellung von Granaten.

1945

Enteignung des Besitzers und Demontage der Maschinen

bis 1948

Stand die Anlage leer. Später entschied man sich ein Erholungsheim zu Bauen.

17. September 1949

Einweihung des Erholungsheimes, welches vorrangig für Künstler, Wissenschaftler und Staatsfunktionäre zur Verfügung stand.

im Jahr 1951

Anlässlich der Weltfestspiele weilten in Kienbaum bereits die ersten nationalen und internationalen Sportdelegationen.

1952

Kam es zur Funktionsänderung des Erholungsheimes als Sport- und Trainingsstätte Kienbaum.

1955

Wurde Kienbaum zu einer Leistungssportschule des DTSB (Deutscher Turn- und Sportbund) der DDR.

in den 60er Jahren

Start eines umfangreichen Bauprogramm mit dem Bau von Sporthallen, Sportplätzen und Versorgungseinrichtungen.

1979

Wurde die Unterdruckkammer zur Simulierung von Höhentrainingsbedingungen bis 4000m Höhe in Betrieb genommen.

1985

Fertigstellung eines zweiten separaten Komplexes mit Unterkünften, Sportanlagen und Versorgungseinrichtungen – Kienbaum 2.

bis 1990

War Kienbaum ein Sport- und Trainingsbetrieb für den Leistungssport. Viele der erfolgreichen Leistungssportler der DDR in den Sportarten Leichtathletik, Kanurennsport, Turnen, Handball, Volleyball und Radsport weilten in Kienbaum zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele, Welt- und Europameisterschaften usw.

31. Dezember 1990

Einstellung des Trainingsbetriebes unter Regie des DTSB der DDR.

1. Halbjahr 1991

Aufrechterhaltung des Trainings- und Sportbetriebes in Zusammenarbeit des DSB (Deutscher Sportbund, jetzt DOSB) und des DTSB in Liquidation.

15. Juni 1991

Gründung des Trägervereins „Sportzentrum Kienbaum e.V.“. Übernahme von 40 Mitarbeitern und Weiterführung des Sport- und Trainingsbetriebes für den Leistungssport.

1992 – 1995

Zähes Ringen zwischen dem Land Brandenburg und dem Bundesministerium zur Klärung der Eigentumsverhältnisse und der weiteren Finanzierung zur Betreibung des Sportzentrums.

September 1995

Liegenschaften des Sportzentrums gehen in das Eigentum der Bundesrepublik Deutschland über.

Ende 1995

Übernahme des Sportzentrums Kienbaum in das Stützpunktsystem des deutschen Leistungssportes und damit erhalt einer jährlichen Förderung durch das Bundesministerium des Innern.

Juni 1996

Erarbeitung einer ersten Bestandsaufnahme und eines ersten Konzeptes zur Werterhaltung und zum Neubau von Sportstätten und Unterkünften in Abstimmung zwischen BMI und DOSB.

ab 01. Januar 1997

Definierung als sportartenübergreifendes Bundesleistungszentrum (BLZ) mit den Hauptnutzern:

  • Leichtathletik
  • Tischtennis
  • Kanu
  • Triathlon
  • Turnen
  • Behindertensport
  • Eisschnelllauf
  • Volleyball
  • Schlittensport
  • Bob- und Bogenschießen 

1997

Baubeginn eines neuen Heizhauses zur Umstellung von Kohle auf Gas.

Das BLZ Kienbaum wird mehr und mehr integrierter Bestandteil bei der Planung und Durchführung von Trainingsmaßnahmen der Spitzensportverbände.

01. Januar 1998

Wurde das umgebaute Heizhaus fertig gestellt und es erfolgte die Umstellung von unrentabler Kohle auf umweltfreundliches Gas.

März 1998

Erstellung einer konkreten Zielplanung zu Bau- und Sanierungsmaßnahmen durch Architekturbüros.

03. November 1999

Besuchte der damalige Innenminister Herr Otto Schily zum Spatenstich für den Baubeginn nach Zielplanung.

Mai 2000

Konnte der erste Bauabschnitt mit der Fertigstellung von 5 neuen Wohnpavillons abgeschlossen werden.

Mai – Juli 2000

Konzentrierte Vorbereitung der Leichtathleten, Kanuten, Turner und vieler anderer Sportler auf die Olympischen Spiele und die Paralympics in Sydney.

18. Juni 2001

Fertigstellung des zweiten großen Bauabschnitts mit der Übergabe der neuen Dreifeldhalle.

24. April 2002

Übergabe der sanierten Wohnunterkünfte Kienbaum 2 (3. Bauabschnitt) im Beisein der damaligen Staatssekretärin Frau Zypries.

2002 – 2004

Weiterführung der Bauarbeiten zum 3. Bauabschnitt, dem Neubau eines Kanuzentrums und der Finnischen Sauna und die Sanierung der Gerätturnhalle.

01. Januar 2003

Das BLZ Kienbaum wurde an das öffentliche Wasser- und Abwassernetz angeschlossen.

Mai – Juli 2004

Viele Sportler bereiten sich in Kienbaum wieder konzentriert auf die Olympischen Spiele und die Paralympics in Athen vor.

Oktober 2004

Fertigstellung des 4. Bauabschnitts mit der Übergabe eines neuen Kraftraumes im Bereich Kienbaum 1.

November 2004

Abschluss des 6. Bauabschnitts mit der Übergabe der sanierten Mehrzweckhalle (jetzt Ballspielhalle 2).

01.Oktober 2005

Feierliche Übergabe des sanierten Küchen- und Tagungsgebäudes (7. Bauabschnitt) im Beisein vieler Olympiasieger und Weltmeister.

30. November 2006

Wurde die Schwimmhalle nach ihrer Sanierung wieder in Betreib genommen.

01. August 2007

Fertigstellung der überholten Leichtathletik-Anlage im Bereich Kienbaum 2 mit dem gleichen blauen Tartanbelag wie im Berliner Olympiastadion.

Mai 2008

Wurde die neue Kanustrecke in Betrieb genommen.

Juni – August 2008

Vorbereitungsmaßnahme der deutschen Topathleten auf die Olympischen Spiele und die Paralympics in Peking.

14. Juli 2009

Einweihung der Kältekammer.

12. August 2009

Besuch des damaligen Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung, anlässlich der Vorbereitung der deutschen Leichtathleten auf die Heim-Weltmeisterschaft in Berlin.

November 2009

Fertigstellung der Sanierung, nach energetischen Maßnahmen, des Mehrzweckgebäudes im Bereich Kienbaum 2 mit mehreren Seminarräumen und dem Sportsaal.

19. Juli 2010

Übergabe zwei neuer Wohnpavillons (9. Bauabschnitt) und

Verleihung des Sonderpreises „gelebte Einheit“ und „ausgewählter Ort 2010“ durch die Bundeskanzlerin Angela Merkel.

05.Oktober 2010

Fertigstellung des 10. Bauabschnitt mit der Übergabe der neuen Dreifelderhalle (Ballspielhalle 3) mit einer Höhe 12,5 m.

Mai 2011

Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes (12. Bauabschnitt) mit den Büroräumen der neuen Rezeption und Verwaltung von Kienbaum und weitere Unterkünfte und Seminarräume.

15. Juni 2011

20-jähriges Bestehen des Trägerverein Bundesleistungszentrum Kienbaum e.V.

September 2011

Übergabe der neuen Ballspielhalle 4 (11. Bauabschnitt) im Bereich Kienbaum 2 mit einem neuen Kraftraum. Umzug  der Sportschule der Bundespolizei nach Kienbaum.

5. Juli 2012

Innenminister Dr. Hans-Peter Friedrich verabschiedet anlässlich des traditionellen Sommerfestes Deutschlands Olympioniken nach London. Erstmals wird der neu geschaffene Kienbaum-Award vergeben, den die Hammerwerferin Betty Heidler erhält

23. Juli 2013

Führungswechsel im Vorstand des Trägervereins BLZ Kienbaum. DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank übernimmt die Amtsgeschäfte von Dr. Hans Georg Moldenhauer, der sich nach 16-jähriger Tätigkeit aus Altersgründen ins Privatleben zurückzieht und auf Beschluss der Mitgliederversammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt wird. Außerdem fand die Einweihung des dynamometrischen Messplatzes im Erweiterungsanbau des Wurfhauses sowie die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks statt, ebenfalls die Grundsteinlegung für eine neue Turnhalle